Ankunft und die ersten Tage

(BILDER FOLGEN IN DEN NÄCHSTEN TAGEN) Hallo, ich bin 16 Jahre alt, aus Braunschweig in Niedersachsen und werde für ein Jahr in Südafrika Leben. Ich werde in Kapstadt ein einer Familie sein und auf eine sehr gute Privatschule gehen. Der Stadtteil heißt Parklands/ Tableview Die Regeln sind eigentlich ganz einfach: -Wenn es dunkel wird rechtzeitig Zuhause sein -keine Portmonees oder Handys auf der Straße rausholen/ zeigen -immer bescheid geben wo man ist und mit wem -um gefährliche Gebiete einen großen Kreis drum machen Das sind Regeln, die ich aus Deutschland nicht kenne. Es ist in Deutschland kein großes Problem mal später in der Nacht nach Hause zu kommen und es ist schon gar nicht ein Problem, sein Handy selbst in kriminelleren Gegenden rauszuholen. Am Frankfurter Flughafen sind 6 weiter Schüler und ich los geflogen. Wir mussten einmal in Johannesburg umsteigen. Wir flogen von Frankfurt nach Johannesburg mit dem A380 und ich durfte mir die 1. Klasse (10.000 Euro pro Flug) ansehen, sowie das Cockpit. Nach unserer Ankunft wurden wir von unseren Gastfamilien empfangen. Auf dem Weg vom Flughafen zum neuen Zuhause fuhren wir schon an den ersten Townships vorbei. Wir machten einen Zwischenstopp bei dem Arbeitsplatz meiner Gastfamilie und ich lernte ihre sehr sehr netten Kollegen kennen. Nach der Ankunft im neuen Zuhause wurden dann ein paar wichtige Dinge besprochen und dann war der Tag auch schon zu Ende. Meiner Familie geht es gut. Am nächsten Tag ging ich dann mit meinem Gastbruder zum nahe gelegenen Strand und haben die Gegend besichtigt. Die nächsten 2 Tage war ich auf einem Seminar in Simeonstown (Stadtteil) mit rund 35-45 andern internationalen Schülern aus Thailand, Italien, Frankreich, Belgien und natürlich Deutschland. Unser Hostel hatten wir für uns alleine und es war in der ersten Reihe zum Strand. Der Strand an sich war traumhaft... klares Wasser, Palmen, ein paar Felsen und: ein paar PINGUINEN!!!! Diese waren so zutraulich, das man sogar "selfies" mit ihnen machen konnte. Am ersten Tag machten wir einen Ausflug in ein recht kleines Township. Wir wurden mit 4 Bussen dort hingefahren und bekamen einen Führer. Er kannte sich im Townships sehr gut aus, er kannte die Leute dort und sie kannten ihn. Alleine hätten wir dort niemals rein gehen sollen. Egal wo wir waren, von überall kamen Kinder und wollten uns umarmen. Man war niemals alleine. Sie tanzten und sangen. Bei einem Jungen staunten sie wegen seiner Air Max nikes. Sie umarmten uns und wollten hochgehoben werden. Alle von ihnen lachten und wir durften mit ihnen Fotos machen. Für mich war es ein gemischtes Gefühl... Wegen dem Schock und der trotz der Umstände, fröhlichen Kinder. Die Hütten beständen größte Teils in manchen Ecken aus Wellblech und viele hatten wirklich nur ihre Hütte und sonst nichts. Wir durften in 2 sogar hinein gehen. Bei einer Familie und bei einem (so wie ich es verstanden habe) Hexer. Zu mindestens die Familie bekam dafür etwas Geld. Bei der Familie war in der Hütte ein Metalfass in dem Feuer brannte, es roch natürlich überall nach Rauch und mir taten die Kinder etwas leid, die den ganzen Tag diesen Rauch einatmen müssen. Die brauten sich gerade etwas Bier in einer großen Dose. In der Hütte von dem Hexer hingen Knochen oder Pelze von der Decke und an den Wänden. Her hatte einen Hut aus Pelzen auf und einen Wedel aus Tierhaaren in der Hand. An der Wand hing ein Bild von einem Politiker (mit Korruptions Vorwürfen), ich weiß nicht ob das gut oder schlecht gemeint war. Später gingen wir in einen Kindergarten wo die Kleinen ein Lied für uns sagen. Anschließend sollten wir ein Lied singen. Unsere Gruppe aber bestand aus mehreren Nationen, und so war es schwer ein Lied zu finden, welches alle kennen. Schließlich stimmte irgendjemand "We Are the Champions" an....dieses Lied war spätestens bei dem Part "we Are the Champions, no Time for loosers" sehr sehr unangebracht. Nach ein paar skeptischen Blicken der Erzieherrin, die wir uns nach dem Lied einfingen, ging es dann weiter zu einem Behindertenheim im Township. Wir halfen den Behinderten beim essen und aßen mit ihnen gemeinsam. Als wir gingen begegneten wir natürlich wieder zahlreichen Kindern. Einige von ihnen fragten mich nach Geld, aber ich durfte ihnen von unserem Guide aus nichts geben. Das Tat mir dann sehr leid, denn es wäre ja für uns Europäer nicht viel gewesen, für sie aber schon. Generell ist hier alles sehr viel billiger, aber dazu später mehr. Nachdem wir wieder aus dem Township raus waren, fuhren wir wieder zum Hostel. Den restlichen Tag hatten wir Freizeit und konnten zum Strand gehen. Während des Seminars haben sich alle Nationen sehr gut verstanden, und hatten sehr viel Spaß zusammen. Besonders die Thailänder und Italiener waren sehr offen und und lustig drauf, und haben mir amüsante Spiele beigebracht. Am nächsten und letztem Tag vom Seminar gingen wir zu Fuß zu einem nahe gelegenen offiziellen 'Pinguin Besichtigungs Punkt' und konnten noch einmal ihre Brutplätze besichtigen und zahlreiche Pinguine am Strand sehen. Jetzt bin ich wieder in meiner Familie, und warte darauf das Dienstag (22.07) die Schule los geht. Meine Schuluniform werde ich morgen kaufen. Sie besteht aus einer Krawatte, einem weißem Hemd, Anzug-Schuhe, einem blauem Blazer mit Schullogo, einer grauen Hose und grauen Socken. Bis dahin.

19.7.14 19:32

Letzte Einträge: Straßen-Fußball, Schule und meine wichtigeste Erfahrung, Raus aus Parklands(!!!), Testweek und Ebola

Werbung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(20.7.14 21:07)
Na, das hört sich ja schon sehr interessant an. Ich freue mich auf weitere Geschichten


alex (3.8.14 14:17)
Gut, das nicht nur die schönen Dinge hängen bleiben.Immer offen sein für Alles. Weiter schönen Aufenthalt.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen
Werbung